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VR-Brille am Messestand: Ablauf, Personal und Platzbedarf

Ein Messebesucher mit VR-Brille bedient eine Anwendung, der Bildschirm hinter ihm zeigt, was er sieht

Eine VR-Brille am Messestand braucht eine freie Fläche von mindestens ein mal ein Meter, besser zwei mal zwei Metern, einen Bildschirm für die Zuschauer und eine Person, die sich kümmert. Ein Durchlauf sollte drei bis fünf Minuten dauern. Wer das vorher plant, hat am Stand wenig Arbeit mit der Technik und viel Zeit für Gespräche.

Wir begleiten seit 2016 Aussteller mit Virtual Reality auf Messen. Die folgenden Werte stammen aus diesen Einsätzen.

Die wichtigsten Werte auf einen Blick

FrageRichtwert
Fläche je Brillemindestens 1 × 1 Meter, besser 2 × 2 Meter
Dauer eines Durchlaufs3 bis 5 Minuten
Brillen am Standmeist eine bis fünf
Brillen je Person, die auch Besucher betreuthöchstens zwei
Brillen je Person, die nur die Brillen betreutbis zu fünf
Ersatzgerätmindestens eines
Internetkommt auf die Anwendung an, meist nicht nötig

Platz: mindestens ein mal ein Meter, besser zwei mal zwei

Wie viel Fläche eine Brille braucht, hängt davon ab, was die Besucher tun:

  • 360°-Film: Die Besucher schauen sich um und haben kaum Interaktionen. Oft genügt eine Fläche von ein mal ein Meter.
  • Moderate Interaktionen: Besucher drehen sich, greifen nach Dingen und machen einen Schritt zur Seite. Wir empfehlen zwei mal zwei Meter.
  • Intensive Simulationen mit vielen Bewegungen: Hier hilft jede zusätzliche Fläche, wenn der Stand es hergibt.

Wichtig ist, dass die Fläche wirklich frei ist: kein Stehtisch, kein Aufsteller, keine Stufe. Wer eine VR-Brille trägt, sieht seine Umgebung nicht. Planen Sie die Fläche so, dass niemand aus dem Gang hineinläuft.

Der Bildschirm gehört dazu

Eine VR-Brille ist ein Erlebnis für eine Person. Am Messestand soll es aber ein Erlebnis für alle sein, die stehen bleiben. Deshalb zeigen wir auf einem Bildschirm, was der Nutzer gerade sieht. Das hat drei Vorteile:

  • Wartende sehen, was sie erwartet. Die Hemmschwelle sinkt, die Brille aufzusetzen.
  • Ihr Standpersonal kann helfen. Es sieht, wo der Nutzer gerade steht, und kann den nächsten Schritt ansagen.
  • Das Gespräch beginnt früher. Wer zuschaut, stellt schon Fragen zum Produkt.

Personal: Wer kümmert sich um die Brillen?

Aus unseren Projekten haben sich zwei Faustregeln ergeben:

  • Wenn sich ein Mitarbeiter um die Besucher und um die VR-Brillen kümmert, sollten höchstens zwei Geräte gleichzeitig im Einsatz sein.
  • Wenn jemand nur für die VR-Brillen zuständig ist, sind mit etwas Erfahrung bis zu fünf Geräte möglich.

Die Person an den Brillen muss keine Technikerin und kein Techniker sein. Sie braucht eine Einweisung: Brille aufsetzen und einstellen, Anwendung starten, reinigen, Akku wechseln und wissen, was zu tun ist, wenn etwas hakt. Diese Einweisung machen wir vor der Messe mit Ihrem Team.

Der Ablauf eines Durchlaufs

  1. Ansprechen: Der Bildschirm zieht Besucher an. Ihr Standpersonal lädt zum Ausprobieren ein.
  2. Aufsetzen: Brille aufsetzen, Kopfband einstellen, kurz erklären, was gleich passiert. Brillenträger können ihre Brille in der Regel aufbehalten.
  3. Erleben: Der Besucher durchläuft die Anwendung. Wir empfehlen, das Projekt so zu planen, dass es eine Durchlaufzeit von drei bis fünf Minuten hat. Das reicht für einen bleibenden Eindruck und hält die Wartezeit kurz.
  4. Gespräch: Wer Ihr Produkt gerade selbst bedient hat, stellt andere Fragen. Jetzt übernimmt der Vertrieb.
  5. Reinigen: Die Brille wird mit einem Desinfektionstuch abgewischt. Nach etwa zehn Sekunden sind die Polster trocken.

Wie viele Besucher schafft eine Brille?

Das lässt sich überschlagen. Zu den drei bis fünf Minuten in der Anwendung kommen Aufsetzen, Erklären und Reinigen. Rechnen Sie dafür mit rund zwei Minuten. Ein Durchlauf dauert also fünf bis sieben Minuten, und eine Brille schafft acht bis zwölf Besucher pro Stunde.

Brillen im EinsatzBesucher pro StundeBesucher an einem Messetag mit acht Stunden
18 bis 1260 bis 100
216 bis 24130 bis 190
540 bis 60320 bis 480

Das sind Höchstwerte bei durchgehender Auslastung. In der Praxis gibt es ruhige Stunden und Stoßzeiten. Die Tabelle hilft Ihnen trotzdem bei der Frage, wie viele Brillen Sie brauchen: Wenn Sie 300 Besucher am Tag erreichen wollen, reicht eine Brille nicht.

Technik: Was Sie mitbringen sollten

  • Ersatzbrille: Mindestens ein Gerät liegt geladen in Reserve.
  • Strom: Eine Steckdose zum Laden der Brillen und Akkus und eine für den Bildschirm.
  • Reinigung: Feuchte Desinfektionstücher aus der Spenderdose und ein Mikrofasertuch für die Linsen. Die Desinfektionstuch-Dose beim Transport aufrecht lagern, sonst läuft sie aus.
  • Beschriftete Sets: Jede Brille liegt mit Controllern, Ladekabel und Tuch in ihrem eigenen Case.
  • Internet: Bei den meisten Projekten ist kein Internet nötig, weil alle Inhalte auf der Brille liegen. Das schlechte WLAN in der Halle ist dann kein Problem.

Wenn Sie keine eigenen Geräte anschaffen wollen: Für Anwendungen, die wir entwickelt haben, stellen wir die Brillen, richten sie ein und betreuen sie auf Wunsch am Stand.

Drei Fehler, die wir oft sehen

  • Die Brille liegt in der Ecke. Ohne Bildschirm und ohne Ansprache setzt sie kaum jemand auf.
  • Die Anwendung ist zu lang. Wer zehn Minuten in der Brille steckt, blockiert die Station, und die Wartenden gehen weiter.
  • Niemand ist zuständig. Wenn alle am Stand ein bisschen für die Brille verantwortlich sind, ist der Akku mittags leer.

Fazit

VR am Messestand ist kein Technikprojekt, sondern eine Frage der Planung: passende freie Fläche, Bildschirm, eine zuständige Person und eine Anwendung, die in drei bis fünf Minuten auf den Punkt kommt. Den Rest bereiten wir gemeinsam vor.

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