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Benötigen VR-Brillen besondere Firmen-Infrastruktur?

Heller Büroflur mit Glaswänden, dahinter ein Besprechungsraum mit Sofa und Stehlampe

Nein, in der Regel nicht. Die Einführung von Virtual Reality (VR) in Unternehmen erfordert meist keine umfangreiche Änderung der bestehenden Infrastruktur. Es gibt aber einige wichtige Punkte, die Sie berücksichtigen sollten:

1. Leistungsfähige Hardware

Für eigenständige Brillen wie die Meta Quest 3, die Pico 4 Ultra Enterprise, die Apple Vision Pro oder die Samsung Galaxy XR ist keine spezielle Firmen-Infrastruktur erforderlich, da sie unabhängig von Computern funktionieren. Das ist heute der Normalfall.

Einen Rechner brauchen Sie nur für grafisch sehr aufwendige Simulationen. Die Brille hängt dann per Kabel am Rechner oder bekommt das Bild kabellos gestreamt, wie bei der HTC Vive Focus Vision oder dem Valve Steam Frame. Als vernünftigen Einstieg empfehlen wir 2026 eine Grafikkarte der Klasse NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB, einen Prozessor mit acht Kernen und 16 bis 32 GB Arbeitsspeicher. Mehr dazu im Artikel Brauche ich einen starken Computer für eine VR-Brille?

2. WLAN und Internetverbindung

Für die Verteilung von Inhalten, Updates und Cloud-Dienste wird eine stabile WLAN-Infrastruktur benötigt. Besonders bei der Nutzung von VR für Schulungen oder Meetings, die ortsunabhängig stattfinden, spielt eine schnelle Internetverbindung eine große Rolle. Dabei sollte sichergestellt werden, dass die Firewalls im Unternehmen die Verbindungen der VR-Anwendungen nicht blockieren. Die IT-Abteilung kann zum Beispiel für ausgewählte VR-Anwendungen Ausnahmen in den Firewalls einrichten und benötigte Ports öffnen.

Tipp: In großen Unternehmen kann das Thema „IT“ etwas komplizierter sein. In dem Fall kann man sich einen mobilen Hotspot mit einer Prepaid-SIM-Karte zulegen. Diese Geräte können ein WLAN mit Internetverbindung erzeugen, in das die VR-Brillen eingeloggt werden. So kommen die VR-Brillen nie in Kontakt mit der Firmen-IT.

3. Raum für Bewegung

Viele VR-Anwendungen erfordern Bewegungsfreiheit. Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass ausreichend Platz vorhanden ist. Je VR-Brille brauchen Sie eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1 × 1 Meter. Besser sind 2 × 2 Meter, wenn der Raum es hergibt.

4. Gerätemanagement

Ab einer bestimmten Anzahl von VR-Brillen lohnt es sich, eine Device-Management-Software wie ArborXR oder ManageXR zu nutzen, um Updates, Inhalte und Nutzungsdaten zentral zu verwalten. Meta hat sein kostenpflichtiges Angebot „Quest for Business“ im Februar 2026 eingestellt. Die Geräteverwaltung von Meta ist seitdem kostenlos und arbeitet mit diesen Programmen zusammen. Die Apple Vision Pro lässt sich über den Apple Business Manager einbinden. Solche Tools vereinfachen die Verwaltung der Geräte erheblich und sind besonders dann nützlich, wenn viele Geräte verwaltet werden müssen oder wenn sie auf unterschiedliche Bereiche und Abteilungen verteilt sind.

Fazit

Die grundlegende Infrastruktur für den Einsatz von VR in Unternehmen ist überschaubar. Neben einer stabilen Internetverbindung und ausreichend Raum sollten Sie auf leistungsfähige Hardware und gegebenenfalls Gerätemanagement-Tools setzen, um einen reibungslosen Einsatz zu gewährleisten.

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Ihr AnsprechpartnerTim B. Frank Gründer und Geschäftsführer