Lippe Tourismus & Marketing
Klimaerlebnispfad Oerlinghausen: Augmented Reality auf fünf Kilometern Wanderweg
Auf dem Klimaerlebnispfad in Oerlinghausen führt das Hochlandrind Urli per Augmented Reality durch Wald und Senne. Besucher sammeln Tiere, pflanzen einen Zukunftswald und reisen durch die Zeit.
- Kunde
- Lippe Tourismus & Marketing
- Branche
- Tourismus
- Einsatz
- Vertrieb und Marketing
- Format
- Augmented Reality
- Länge des Pfads
- rund 5 km
- Stationen
- 11
- Geräte
- Smartphones mit iOS und Android
- Eröffnung
- Juli 2026

Wie erklärt man Kindern und Jugendlichen, was der Klimawandel mit dem Wald vor ihrer Haustür macht? Der Klimaerlebnispfad in Oerlinghausen tut es dort, wo es passiert: draußen. Auf einem Rundweg von rund fünf Kilometern holen sich Besucher mit dem eigenen Smartphone Tiere, Bäume und ganze Landschaften in die echte Umgebung.
Das Projekt
Der Klimaerlebnispfad liegt im Urland im Kreis Lippe. Er beginnt an der Klimaerlebniswelt Oerlinghausen, führt durch Wald und Senne und endet am Archäologischen Freilichtmuseum. An elf Stationen geht es um Wald, Artenvielfalt, Forstwirtschaft und Klimaanpassung. Träger ist die Lippe Tourismus & Marketing GmbH, gefördert wird der Pfad aus dem EFRE/JTF-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen. Eröffnet wurde er im Juli 2026.
Der Pfad ist das ganze Jahr über kostenlos zugänglich. Die App laden Besucher per QR-Code an den Stationen.

Unsere Aufgabe
Wir haben die Augmented-Reality-Tour konzipiert, gestaltet und umgesetzt. Sie läuft auf Smartphones mit iOS und Android in der App der AR-Plattform YONA. Die Tafeln und Filme entlang des Wegs stammen von der realTV group, die Planung der Stationen vom Büro cognitio.
Drei Anforderungen haben das Konzept bestimmt:
- Draußen funktionieren: Der Mobilfunk am Pfad ist schwach. Besucher laden die Tour deshalb vorab im WLAN der Klimaerlebniswelt. Unterwegs findet die App die Stationen über GPS und QR-Codes.
- Für Familien gemacht: Die Tour ist für Kinder ab sechs Jahren gedacht. Alles lässt sich ohne Erklärung bedienen.
- Zum Mitmachen: Ein Punktesystem zieht sich durch die ganze Route. Wer alle Stationen schafft, holt sich an der Klimaerlebniswelt eine Belohnung ab.

Urli führt durch den Pfad
Durch alle Stationen begleitet Urli, ein Hochlandrind. Wir haben das Maskottchen in 3D modelliert und animiert. Es bewegt den Mund, sucht den Blickkontakt und spricht die Besucher direkt an. Ursprünglich waren gefilmte Moderatoren vorgesehen. Das Maskottchen war unser Vorschlag: Es steht in Augmented Reality wirklich auf dem Weg, und Kinder folgen ihm lieber als einem Erklärfilm.

Was Besucher erleben
| Station | Was passiert |
|---|---|
| Wildtiere sammeln | Entlang des Wegs tauchen sieben Tiere auf, vom Fuchs bis zum Siebenschläfer. Das Smartphone meldet sich, wenn eines in der Nähe ist. |
| Holzwirtschaft früher und heute | Erst sägt ein Waldarbeiter von Hand, dann arbeitet ein Harvester. Der Vergleich zeigt, wie sich die Arbeit im Wald verändert hat. |
| Zeitreise an der Sandgrube | Über das echte Tal legen sich Gletscher, Tundra, Heide und mögliche Landschaften der Zukunft. |
| Vogelflug-Quiz | Besucher steuern einen Vogel durch Neigen des Smartphones und fliegen durch die richtige Antwort. |
| Zukunftsbaumallee | Aus 20 Bäumen und Sträuchern entsteht ein eigener Wald. Ein Thermometer zeigt, wie gut er für das Klima von morgen gerüstet ist. |
| Quiz-Parcours | Fünf Quizze zu Tierspuren, Baumarten und Vogelstimmen, mit Bestenliste. |
Die Zeitreise an der Sandgrube nennt der Kreis Lippe in seiner Pressemitteilung zur Eröffnung „ein Highlight des Projekts“.
Stimmen aus dem Projekt
„Über eine spezielle App lassen sich an jeder Station Augmented Reality-Inhalte abrufen. Sprich, wir erweitern die Erfahrung vor Ort durch virtuelle Elemente. Von Animationen vor dem realen Landschaftsbild über Quizze bis hin zu Geschicklichkeitsspielen lässt sich viel entdecken.“
Olrik Meyer, Leiter des Umweltbereichs beim Kreis Lippe, in der Pressemitteilung vom 8. Juli 2026
Was sich übertragen lässt
Der Klimaerlebnispfad zeigt, was Augmented Reality im Tourismus und in der Umweltbildung kann: Sie macht sichtbar, was an einem Ort war, was kommt und was sonst verborgen bleibt. Dafür braucht es keine Brille und kein Leihgerät. Das Smartphone haben die Besucher dabei.
Dasselbe Prinzip passt zu Lehrpfaden, Museen im Freien, Werksgeländen und Stadtführungen. Mehr dazu auf unserer Seite zu Augmented Reality.



